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- Geschrieben von: Peter Schulte Wien
- Kategorie: Rennberichte
Es stand das Serienklasse-Mekka schlechthin auf dem Plan: Oscherleben!
Wenn es einen Sportplatz im IG Königsklassen-Kalender gibt der leistungsarme Moppeds bevorzugt, über moderate Geraden und längere verwundene Passagen verfügt, dann ist es ganz sicher Oschersleben.
Angekommen erweiterten wir das Münster-Monster-Zeltlager um den Rushy-Thomas-3k-Klaus-Christian-Ivo-Jorkifumi-Serienklasse-Trupp. wir treffen die letzten Vorbereitungen an den Moppeds für den nächsten Tag. Ich vollende das einpassen der adäquaten 5,5"-felge, besorge mir noch die passenden Muttern für den Kettenradträger (die in letzter Sekunde erstandenen teile hatten nicht das nötige Feingewinde) und prüfe noch in stiller Vorfreude Öl und Benzin. alles da, alles klar!
Nebenan wird unter Studioscheinwerferlicht auf dem Showtisch noch mal eben eine komplette TZ250 durch Doktor Stullefumi in fast all ihre Einzelteile seziert und dann für den 250er-PR-Meisterschaftsführenden Mike komplettiert. Aus tief verankerter Nächstenliebe wird 2Uhr Morgens auf den eigentlich obligaten Funktionstest verzichtet.
Samstag Morgen: eine Stunde vor dem ersten freien Training; ich will erstmal frühstücken, weil ohne ein ordentliches Frühstück... die Moppeds müssen zur Abnahme als ich mir bei der Rennleitung die Papiere hole sehe ich Moppel-GP Kommentator Ede Mielke sich selbst angeregt kommentieren. da ich ja in eile war gab ich nix weiter drauf und reihte mich in der prallen Sonne in die lange Schlange zur technischen Abnahme nach kaum einer viertel Stunde bin ich an der Reihe. ob nun aus Neid oder längs vergangener Liebhaberei zieht sich die Prüfung meines Mofas in die Länge die Blicke werden mit fortdauern der Abnahme immer kritischer. als nun die Prüfung des Helms ansteht wird der man mit Blick auf die liebevolle Gesamtkostümierung redseliger. ich ertrage die Ausführungen.. und ziehe mit allen nötigen Kleberchen von dannen
schnell das Siegermopped wieder unter den Pavillon stellen, die Reifenwärmer drüberstülpen und endlich frühstücken. es bleiben ja noch etwa 15 Minuten um den Lederstrampelanzug anzulegen, Mopped aufzuwärmen... OK, später frühstücken
Es geht los; ich will wissen ob die neue Felge artig funktioniert wie sie soll und fahre erste behutsame Runden. bis auf den unbefrühstückten Fahrer ging alles sehr geschmeidig. OK, der 165er Reifen will auf der breiteren und auch etwas schwereren Felge etwas eher in Schräglage gebracht werden um die gewünschten kreise zu ziehen. als ich nach ein par Runden meinte mich auf die geänderte Hinterhand eingeschossen zu haben zirkelt 3k ausgangs des Shell-S mit gehörig Überschuss Außen an mir vorbei: Immer diese Frühaufsteherstresser
Zurück im Fahrerlager wird mir eindrücklich empfohlen den weichen hinterreifen bei den hohen Temperaturen nicht länger zu malträtieren und gegen einen Medium/Harten zu tauschen. gesagt getan; indem sich jedoch Meisterschaftskonkurent Rushy beim Reifenservice vordrängelt und einen unmontierbaren steinharten Altreifen aufziehen lassen will, erzielt er den ersten Punktsieg des Wochenendes und verhindert ein zeitnahes frühstücken. Es konnte auch kein Zufall sein dass ich die verzweifelten Montierversuche des von Hand geschnittenen gefühlt volljährigen Hinterreifens mit ansehen musste. ich merke so etwas doch sofort wenn mir jemand so einen kleinen Psychostreich spielen will
Ich lasse Rad und Reifen mit ein paar freundlichen aber unmissverständlichen Gesten beim polnischen Reifenaufzieher unseres Vertrauens und gehe erstmal frühstücken...
~11uhr: die erste Qualli steht an. derartig spät gefrühstückt kann ich die Angelegenheit noch nicht recht ernst nehmen. da in den Rennen bis zur ersten Kurve die Startaufstellung eh Makulatur ist und Jorkifumi seit der Serienklasseweltmeisterschaftssaison 2013 Raketenstartjorkifumi heißt mache ich mir keine besonderen Sorgen und gehe die Sache in souveräner Entspanntheit an.
Souverän und entspannt zeigt mir mein montiertes Rundenzeitenmäusekino einfach mal nix an nach 20 Minuten vermute ich dass ich zumindest nicht mehr ganz hinten stehen sollte. Doch dann wird die beste Ergebnisliste des Wochenendes herumgereicht es zeigt niemand geringeren als #206 als schnellste 250er überhaupt. ich wollte mich schon auf den Lorbeeren der wohl mit Abstand schnellsten mit einer Serien Aprilia gefahrenen..ähm gewerteten Runde ausruhen als Stullefumi selbige Listen rückstandsfrei kassiert und schnaufend zur Rennleitung trabt
Zur Strafe durfte er sich einen nicht ganz ernst gemeinten Monolog über generöse Großzügigkeit innerhalb egoistischer Individualsportarten, das vernichten offizieller Dokumente, sportliche Gleichbehandlung benachteiligter Hochleistungssportler, zugestehen glücklicher Umstände in Zeiten schwieriger Notlagen und ähnlicher Themen anhören
Kann doch mal passieren, dass sein Schützling mal einen schlechteren Tag erwischt hat und sich deswegen im hart umkämpften hinteren Mittelfeld einsortiert wieder findet
So schlecht ist Startplatz 25 ja nun auch wieder nicht
~14uhr die zweite und entscheidende Qualli steht an. mir wird gesteckt dass es doch unter Umständen besser für mich wäre mich ein wenig weiter vorne zu qualifizieren. man kennt es ja, das Startgetümmel, die Aufregung, das geruhsame einsortieren - da kann man schon mal den Anschluss zu Spitze verlieren
Ich bequeme mich ein par schnellere Runden zu drehen. nach zwei gelungenen zügigen Runden lasse ich es gut sein. Ich wollte ja nicht schon Samstag Mittag all mein Pulver verschießen
Zu meiner Überraschung reicht es eingerahmt von Teils larmoyanten Vereinsvorsitzenden für die dritte Startreihe und Platz 10
Jetzt beim Start bloß keinen Mist machen, sonst gibt’s wieder Haue.
Auch wenn der Blick nach vorn gerichtet ist sollte man nicht außer acht lassen, dass Rushy die dritte Startreihe komplettiert und direkt hinter uns sich #41 mit der Aprilia RSW250, Thomas #226, 3k #223 sowie auf sehr schnellen Motorrädern Franko, Edgar (beide auf Honda RS250) und Ajax auf der 500er Gamma einreihen. Ganz Links daneben platzierte sich in der fünften Reihe Henning Shipper aus dem Seriensport.
Samstag ~17:30: Das erste Rennen
OK, alles funktionierte und nach dem letzten Training fühlte ich mich bereit.
Ampel rot, Ampel aus und hüüü! Mit dem kurzen ersten Gang des Seriengetriebes macht das Serienmofa einen schönen Satz nach vorn für einen Moment sehe ich nur noch drei Moppeds vor mir. OK, ganz so kurz sind die Geraden dann auch wieder nicht. beim anbremsen zur ersten kurve ist der Pulk wieder vor mir versammelt. ich kann mich dann auf der Bremse wieder an dem einen oder anderen vorbeischwindeln so dass ich als siebter in die erste Kurve einbiege. bis zur tripple huscht #74 auf der Honda RS vorbei. Ich höre beim reinfahren auch schon #41 auf der RSW der dann auf der Gegengeraden vorbeigeht. beim einbiegen auf S/Z bin ich wieder 10er.
Zu diesem Zeitpunkt war ich nicht gerade unzufrieden mit meiner Startrunde; bis ich mich umdrehte, denn da kam D-Zug-Rushy aus der selben Kurve, schloss die Lücke zügig und ging mal eben an mir vorbei.

Ich darf mit aller Bescheidenheit vermelden dass beim anbremsen auch gleich Jorki-Eltoro-aufderbremse-Haarsträube-Fumi kam und sich recht unnachahmlich Außen vorbeischob.

Ich bin mir sicher dass Ede Mielke dieses Überholmanöver mit all seiner packenden Dramatik dem anwesendem Publikum lautstark durch die Fahrerlagerlautsprecher intonierte
Bis zur Hasseröder war rsw#41 wieder in Sicht & Reichweite um dann nach der Triple dem wohl zweiten im Klugscheißer neudeutsch genannten racewinning ooovertake beizuwohnen. aussenheruuuuuum vorbei!

Ich gab in der folgenden Schikane alles um nicht auf der Gegengeraden wieder ein leichtes Opfer abzugeben. Ein bisschen Glück und spätes Bremsen erhielt mir den Platz an der Sonne vor #41 und Rushy. zwei Runden später geht Rushy auch an #41 vorbei kann sich aber auf der Gegengeraden nicht vorne behaupten. vor mir sehe ich PSW beim Versuch zum Grüppchen von #8 auf der YZR500; #32 auf der TZ und #74 auf der Honda RS aufzuschließen.
Nach drei oder vier Runden versuche ich mir ein Bild von den Positionskämpfen hinter mir zu verschaffen. Leider kann ich niemanden Bekanntes ausfindig machen. also schau ich mir die Jungs vor mir genauer an und schließe zu PSW auf. in einigen Ecken habe ich leichte Vorteile die aber die Nachteile nicht aufwiegen Während wir den Anschluss an die Gruppe verlieren beschatte ich PSW und warte geduldig auf meine Chance. Ich befürchtete schon ein recht langweiliges weiteres als ich zur S/Z-Kurve mit Schwung auf der Bremse an PSW vorbeigehen kann. Für ein sicheres Ausbremsmanöver opferte ich eine adäquate Linie und bog eher suboptimal auf die S/Z-Gerade auf der PSW auch gleich wieder konterte. Ich versuchte dieses Spielchen noch einmal mit dem gleichen Ergebnis.
Weil mir einfach keine zündende Idee kam wie ich mich nachhaltig vorbeischieben kann habe ich mir lieber die dicke Serienklassetrophäe gesichert und fuhr das Rennen dann gefolgt von Rushy, Thomas, 3k und Henning Schipper zu Ende.
Ede Mielke begleitete auch die Podiumszeremonie in gekonnter Art und Weise und stellte dabei mehrfach die Einzigartigkeit der 2t-Motorräder und bestimmt auch Piloten heraus.

Während sich ein Mitbewerber um die Serienklasseweltmeisterschaft sich still und heimlich verkrümelte blieb ich bei Freibier und Freiwurst noch ein Weilchen beim Bike-Promotion-Truck. als ich später am Pavillon ankam staunte ich nicht schlecht. Beide Moppeds die Rushy den lieben langen Weg herangekarrt hatte standen ohne Heck wild demontiert da. überall lagen Teile herum und es herrschte hektische Betriebsamkeit. Fahrwerk umbauen war angesagt. die alten Hasen und meiner einer waren gleichermaßen ratlos als Rushy auch noch die Heckpartie von seiner besseren Hälfte umbauen wollte. ...ähm irgendwas stimmt an dem Satz nicht. ´die Heckpartie vom Mopped von seiner besseren Hälfte´ muss es natürlich heißen
Der Abend war recht kurz so dass ich meinen weltmeisterlichen Sieg gar nicht richtig feiern konnte
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- Geschrieben von: Peter Schulte Wien
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Am letzten Juni-Wochenende traf sich die IG Königsklasse zu ihrer 5.Rennveranstaltung der Saison 2013.
Die am Freitagabend durchgeführte Fahrerbesprechung brachte neben den üblichen Informationen News zu den Veranstaltungen in Schleiz und Hockenheim, über die aber in Kürze separat auf der Homepage noch nähe eingegangen wird.
Es war Samstag, der 29.06.2013 10.40 Uhr uns los ging‚s mit dem freien Training bei schwierig einzuschätzenden Wetterbedingungen, es nieselte, die Strecke selbst blieb aber trocken. Am Besten damit zurecht kam in der Klasse bis 125 cm Moritz Klaus, bis 250 cm Frank Koch und in der Königsklasse bis 500 cm unser „Urgestein“ Wolfgang-Rolf Becker.
Bei unveränderten Wetterbedingungen hieß es für alle Fahrer auf in‚s 1.Zeittraining. Alle versuchten aus sich und ihrem Bike das Maximum herauszuholen um schon eine gute Ausgangslage für die Rennen zu haben, da man nicht abschätzen konnte, in welche Richtung sich das Wetter entwickelte. Bei den 125ern hatte wieder M.Klaus die Nase vorn, es schien so, als hätte er auf dieser Strecke eine gute Linie gefunden. In der 250-er Klasse ging es eng zu. Mike Vökt vor Frank Koch, nur 0,101 sek. auseinander aber auch Michael Feldle und Axel Friedrichs hatten noch Ambitionen auf die Pole.
Auf Grund eines Zwischenfalls während des Trainings der Moto 1000 verschob sich der Start zum 2.Zeittraining um 20 min auf 15.14 Uhr.
Alle waren gespannt wer die Pole Position inne haben wird.
Ab und zu tröpfelte es etwas aber alle entschieden sich auf Slicks raus zu fahren. Bei W.R.Becker lief es um einiges besser als im 1.Zeittraining, was sich auch an seiner Qualifikationszeit widerspiegelte.
Steffen Grämer kämpfte mit seiner Technik und musste, wie schon im 1.Zeittraining Moritz Klaus den Vortritt lassen.
Mit 1:47,018 sek. legte Mike Vökt, der das 1. Mal in Most gefahren ist, für die restlichen 250er Fahrer und das bei diesen Bedingungen, die Meßlatte ziemlich hoch. Generell konnte sich der Großteil der IGK-ler bzgl. ihrer Zeiten zum 1.Zeittraining verbessern. Alle waren froh, dass es trocken geblieben ist und der erste Tag ohne größere Zwischenfälle über die Bühne gegangen ist.
Für einige hieß es schrauben und die Technik auf Vordermann bringen, andere ließen sich ein kaltes Bierchen in gemütlicher Runde schmecken.
Am Sonntagmorgen traten fast alle Fahrer das Warm-Up an um die letzten Abstimmungen für das anstehende Rennen vorzunehmen, welches um 10.50 Uhr gestartet wurde.
Die 250-/500-er Klasse fuhr wieder im Wellenstart vor den 125ern. Michael Feldle, Mike Vökt und Frank Koch setzten sich sofort an die Spitze und lieferten sich einen sehenswerten Dreikampf. Auch im Verfolgerfeld schien es zunächst spannend zu werden, doch leider stürzten Peter Christiani und Franke Piesner. Michael Feldle kam zwar als Zweitplazierter ins Ziel, wurde aber zurückgestuft, da er Mike Vökt, unter gelber Flagge zwischenzeitlich überholt hatte und sich nicht sofort wieder rücküberholen ließ. Frank Koch wurde 2. vor Axel Friedrichs , Jens Bebiolka wurde 4.
Das 1.Rennen der 500er Klasse konnte W.R. Becker für sich, vor Ajax Kühn, entscheiden.
Der Start der 125er verlief nicht für alle Fahrer optimal. Steffen Grämer´s Aprilia zickte schon das ganze Wochenende und gab am Start letztendlich den Geist auf. Gleiches ereilte Aron Mangler. Auch seine Yamaha TZ ging am Vorstart aus und ließ sich auch nicht mehr starten sodass nur Moritz Klaus, Jürgen Cramen , Jesper Levinsen und Joel Kugler ins Rennen gingen.
In der 3.Runde stürzte Moritz Klaus in Führung liegend damit war der Weg für Jürgen Cramer frei Hinter ihm kam Joel Kugler vor Jesper Levinsen ins Ziel.
Der Start für´s 2.Rennen IGK des Wochenendes war für 14.05 Uhr angesetzt. Leider traten nicht mehr alle Fahrer an. Die einen konnten nicht andere wollten nicht, was wir sehr schade fanden.
Für Mike Vökt war es bei den 250ern wieder einmal ein Start-Ziel-Sieg und somit ein perfektes Wochenende. In deutlichem Abstand folgte Frank Koch auf dem 2.Platz, Peter Christiani wurde 3. vor Jens Bebiolka und Uwe Bärwald. In der Klasse 125/Moto 3 führte der jüngste Starter des Feldes, Joel Kugler, das Rennen lange an, bis er dann gegen Ende doch von Jürgen Cramer eingeholt wurde, der durch einen schlechten Start in Rückstand geraten war.
Auch im 2.Rennen in der Klasse 500 cm lief W.R.Becker vor Ajax Kühn ein.
Bis auf die Stürze und Ausfälle war es für alle Beteiligten ein schönes Wochenende vor allem nach den vorherigen Wetterprognosen, die mehr als 90% Regenwahrscheinlichkeit verlauten ließen und es schlussendlich nur einige wenige Male am Samstag nieselte und der Sonntag durchweg schön war.
Viele Grüße
Kathy & Ron
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Männertag in der Lausitz
Nachdem wir in 2012 pausiert hatten, freuten wir uns alle auf unsere Rückkehr auf die Hausstrecke der IDM, dem Lausitzring!
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- Geschrieben von: Peter Schulte Wien
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Die Rennsaison 2013 hat mit unserem 1. Event in Brno 20.-21.04.2013 begonnen.
Die Freude über das Wiedersehen aller war groß und es gab überall, nach der nun endlich endenden Winterpause, viel zu besprechen. Wir freuten uns nicht nur über die bekannten Gesichter und alten Hasen, nein auch neue Fahrer konnten wir mit Werner Cvetko und Franz Dorfner in der Klasse bis 250cc, Christopher Eder in der Klasse bis 125cc und Rückkehrer Andreas Lindberg in der Serienklasse begrüßen. Ganz besonders freuten wir uns über Christian Tarabusi, der nach einem Jahr Pause, wieder aus Italien anreiste und wohl die weiteste Anreise von allen hatte. Und nicht zu vergessen, auch 2013 wieder am Start, unser Urgestein Wolfgang-Rolf Becker auf seiner YAMAHA YZR500V4, und wie sich zeigen sollten auch nicht langsam.
Auch wieder zuverlässig mit der Two stroke family am Start, aber zum Glück nicht auf der Rennstrecke sondern nur im Fahrerlager, unser Renndienstchef Stephan Grün, auch Grüni genannt, dem wir hierfür auf jeden Fall immer wieder großen Dank zollen.
Wie wichtig er für die IGK und deren Fahrer ist, zeigte sich schon am ersten Wochenende der Saison. Das zu einer Anreise von 900 km mit LKW und Hänger eine große Portion Enthusiasmus gehört und nicht nur das Geschäft im Mittelpunkt steht, dürfte auch dem Letzten klar geworden sein. Also bestellt fleissig Eure Reifen und Ersatzteile bei Grüni, dann dürfte er der IGK auch noch lange erhalten bleiben.
Nachdem Anmeldung und C- oder V- Lizenzausstellungen vor Ort in Brno gleich von BIKE PROMOTION erledigt wurden, wir danken Ellen und Svenja dafür, und alle ihre techn. Abnahme und die morgendlich stattfindende Fahrerbesprechung hinter sich gebracht hatten, ging es mit knapp 30 Teilnehmern am Samstagvormittag, bei abtrocknender Strecke und Temperaturen zwischen 10°C und 15 °C, ins erste freie Training der Saison. Viele waren damit beschäftigt ihre Motoren einzufahren. Aber auch so einige Fahrer mussten nach der Winterpause wieder im Rennstreckentrimm eingefahren werden. Während hier und da ein Kolben klemmte, hielten sich alle Fahrer auf ihren Bikes.
Die beiden Zeittrainings folgen dann um 12:15 Uhr und 15:00 Uhr.
In der 250er Klasse fuhr Frank Koch mit 2:18:170 Min. auf Pole, vor Othmar Atzmüller 2:18:249 Min. und Andreas Götti 2:18:662 Min.. Viertschnellster wurde Neuzugang Werner Cvetko vor Christian Vorsmann und Christian Tarabusi. Die sehr dicht beieinander liegende erste Startreihe ließ auf spannende Fights im Rennen hoffen.

In der 500er Klasse brannte Wolfgang-Rolf Becker mit 2:18:552 Min. seine schnellste Runde in den kühlen Asphalt von Brno und verfehlte damit die Gesamtpole von Frank Koch um lediglich 0,382 sec.,
Respekt an Rolf. Er verwies damit Ron und Ajax auf die Plätze 2 und 3.
In der Klasse bis 125cc wurde Steffen Grämer Trainingsschnellster vor Rainer Scheidhauer und Christopher Eder.
Das Training der Serienklasse dominierte der Vorjahresmeister Jörg Eberhardt vor Thomas Wöhleke
und Tobias Schneider. Auch hier bahnte sich Spannung für die bevorstehenden Rennen an.

Leider gab es in der ohnehin schon dünn besetzten 500er Klasse mit Ron noch einen Ausfall., der mangels Ersatzteil nicht behoben werden konnte und somit nur noch 2 Fahrer in der 500-er Klasse an den Start gingen.
Als am Sonntagmorgen die Sonne lachte und mit Gewalt den Asphalt aufwärmte, schlugen die Herzen höher. Das warm up nutzten noch einige Fahrer um noch Veränderungen am Setup zu testen und wie man sehen konnte purzelten bei diesen auch die Rundenzeiten. Besonders fiel Mike Vökt auf, der am Vortag noch mit Problemen Achter in der 250cc Klasse war, setzte er hier bereits ein Achtungszeichen mit 2:19:706 Min..
11.10 Uhr war es dann soweit, der Start zum 1.Rennen der Saison
Die Nervosität stieg bei vielen Fahrern sichtlich, trotz das einige Schrauber und Helfer schon als Mentalcoach fungierten, führte das bei Werner Cvetko zum ersten Frühstart, der direkt mit 20 sec. Zeitstrafe belegt wurde.
Zum Rennen
Der Polsetter Frank Koch erwischte einen schlechten Start, am Besten kamen Andreas Götti, Othmar Atzmüller und auch Mike Vökt vom Start weg
Gespannt schaute und fachsimpelte man an der Boxenmauer, wer als Erster auf Start-Ziel einbiegt und wie die Abstände dahinter wohl sind. Erwartungsgemäß kam Blitzstarter Götti vor Atzmüller. An dritter Stelle lag, nach ebenfalls sehr gutem Start aus der 3.Startreihe, dann schon Mike Vökt. Frank Koch lag zu diesem Zeitpunkt im Mittelfeld, wo im Rennen Tarabusi, Dorfner, Cvetko, Vorsmann und Christiani um die Plätze kämpften. An der Spitze fuhren Andreas und Othmar allen davon, Mike Vökt konnte das Tempo nicht mitgehen und musste den aufholenden Frank Koch passieren lassen. In der letzten Runde konnte Othmar die Führung erobern, verlor diese beim Konter wieder und musste erneut angreifen. Die Zielflagge sah Othmar 0,161 sec. vor Andreas. Dritter wurde mit 6,518 sec. Rückstand Frank Koch. Mike Vökt stand kurz vorm Sprung auf´s Treppchen. Diesmal reichte es nur zu Platz 4. Es sollte aber noch Rennen 2 geben.
In der Klasse 500 ccm siegte überragend W.-R. Becker vor Ajax Kühn.

In der 125-er Klasse bestätigte Steffen Grämer seine gute Form und verwies nach fairem Kampf mit 0,43 sec. Vorsprung, Reiner Scheidhauer auf Platz 2. Den dritten Platz sicherte sich Moritz Klaus. Es sollte spannend weitergehen.
Die Serienklasse entschied nach starkem Rennen Tobias Schneider vor Thomas Wöhleke und Jörg Eberhardt für sich.
Viel zu sehen gab es dann in der Mittagspause, bei der ersten von zwei Siegerehrungen. Überaus hübsche Kerle, eingerahmt und beglückwünscht von leicht bekleideten ebenso hübschen Mädels. Das sollte sich auch am Nachmittag zur 2. Siegerehrung wiederholen. Irgendwie wollte jeder aufs Treppchen. Noch begehrter waren die 4. und 5. Plätze unterm Sonnenschirm.
Zum 2. Rennen hin gab auch unsere Sonne noch mal richtig Gas. Die Temperaturen stiegen auf über 20°C, der Asphalt hatte sogar 24°C. Ein versöhnlicher Ausgang, was das Wetter am Rennwochenende anging, war zu verzeichnen.
14.55 Uhr öffnete die Boxengasse erneut für 1 min. und das 2.Rennen
Auch diesmal hatte Mike Vökt neben Andreas Götti wieder einen Hammerstart, die anderen mussten sich dahinter einordnen. Das Rennen war noch spannender als das Erste.
Aus der ersten Runde kam Mike als Führender vor Andreas und Othmar mit etwas Abstand, den er zur Mitte des Rennens hin verkürzte und zunächst wieder an Andreas vorbei ging. In der vorletzten Runde bremste sich Othmar auch am bis dahin Führenden Mike Vökt vorbei, der aber konterte. Erst in der letzten Runde fiel die Entscheidung. Andreas Götti griff in den Zweikampf der beiden Heisssporne Vökt und Atzmüller nicht mehr ein und sicherte sich Platz drei. Atzmüller siegte am Ende hauchdünn vor Vökt. Frank Koch wurde vierter vor Neueinsteiger Werner Cvetko.
Bei den 500ern war das Ergebnis analog Rennen 1.
W.-R. Becker gewann vor Ajax Kühn.
Im 2.Lauf der 125er Klasse konnte sich, wie schon im ersten Lauf, Steffen Grämer vor Reiner Scheidhauer behaupten. Neuer Dritter wurde Christopher Eder, der Moritz Klaus auf Platz 4 verwies.
Wie schon erwähnt der 4.Platz von Moritz war dann unterm Schirm auch nicht so schlecht. Glückwunsch.
In der Serienklasse endete der 2.Lauf wie der erste. Es gewann Tobias Schneider vor Thomas Wöhleke und Jörg Eberhardt. Vierter wurde Andreas Lindberg vor Uto Haag.
Zur Serienmeisterschaft findet Ihr u.a. im Zweitaktforum einen sehr ausführlichen und schönen Extrabericht von Tobias Schneider.
Es hat wieder viel Spass gemacht, die Stimmung war toll, vor allem in der IGK Box. Wer’s genauer wissen will kann Grüni, Rolf, Ron, Othmar, Christian Tarabusi samt Freundin oder Werner wie auch Klaus, den Schrauber von Werner fragen.
Zum Abschluss möchten wir noch allen Aktiven für Ihre Teilnahme danken und im Interesse unserer Zweitakt-Meisterschaft all die wachrütteln, die sich noch im Winterschlaf befinden. Die Meisterschaft lebt von denen, die tatsächlich fahren und nicht nur schwätzen. Also motiviert Eure Mitstreiter und
rührt die Werbetrommel für die two stroke family, unsere IGK.
Wir bedanken uns bei allen Verantwortlichen und Organisatoren der Veranstaltung und hoffen Euch am Lausitzring wiederzusehen.
Kathy Schönfelder Euer Vorstand